Milo in der Sächsischen Schweiz

Mit dem Hund klettern in der Sächsischen Schweiz

Mitten in der Natur in Altendorf, Gemeinde Kirnitzschtal

Blick vom Adamsberg in Altendorf in der Sächsischen Schweiz
Blick vom Adamsberg in Altendorf in der Sächsischen Schweiz

Im Spätsommer zog es uns mit Milo noch einmal in die Ferne, genauer gesagt: in die Sächsische Schweiz. Ein paar Tage weg von allem und nichts weiter als wir und die Natur. Es war gar nicht so leicht eine ÖPNV-technisch gut gelegene Unterkunft zu finden, die unseren finanziellen Rahmen nicht sprengt und in der auch Hunde erlaubt waren. Das „Alte Armenhaus“ in Altendorf nahe Bad Schandau ist eine sehr charmante Unterkunft mit allem, was man für einen Kurztrip braucht. Sogar ein eigener Hauslikör, der „Arme Schlucker“, hieß uns willkommen!

Schon die nähere Umgebung unserer Unterkunft lohnte sich. Hier gibt es z. B. den Adamsberg, den man besteigen kann und von dem man einen fantastischen Ausblick hat. Der Dorfbachklamm hinunter zur Kirnitzschtalbahn lockte einem für uns abenteuerlichen Abstieg. Milo war ganz begeistert davon und wäre am liebsten wie eine kleine Bergziege die Steine hinab gesprungen – zumindest auf dem Hinweg. Auf dem Rückweg wollte er sehr gern getragen werden. 😉

Sonnenuntergang auf Adamsberg in Altendorf in der Sächsischen Schweiz
Sonnenuntergang auf dem Adamsberg in Altendorf in der Sächsischen Schweiz

Tagestour 1: Von Wehlen über die Bastei nach Rathen

Ausblick auf die Bastei (305m)
Ausblick auf die Bastei (305 m)

Unsere erste längere Tour führte uns von der S-Bahn der Stadt Wehlen ausgehend über die Bastei hin nach Rathen. In Wehlen waren wir nur sehr kurz, auch wenn sie uns mit Federweißer und Flammkuchen lockte. Aber wir hatte eine Mission! Auf dem Weg nach oben, durch den Höllenschlund hindurch und am Steinernen Tisch vorbei, waren wir ziemlich alleine, was wahrscheinlich daran lag, dass es mitten in der Woche war und fast schon Herbst.

Auf der Bastei hingegen schockierten uns die Massen an Menschen, die mit Bussen dort hinauf gefahren wurden. Wir hatten uns jeden Meter den Berg hinauf gekämpft und waren etwas schockiert über diese „Abkürzung“ des Weges. Zumal es dadurch wirklich viele Menschen waren, mir denen wir um den besten Ausblick kämpfen mussten. Und der Ausblick lohnt sich trotz allem!

Dennoch waren wir ganz froh, als wir endlich wieder auf dem Weg nach unten waren und nicht mehr umgeben von so vielen Menschen. Milo, den wir auf der Bastei an der Leine sehr kurz halten mussten, konnte wieder rennen und wie eine kleine Ziege von Stein zu Stein springen. Ein Hund im Paradies.

Die Sonne war schon am Untergehen, als wir in Rathen ankamen und uns dort in der Destillerie Geist von Rathen mit einem selbstgebrannten Obstler belohnten. Leider gab es keine vegetarischen Snacks, und da zwei Drittel unserer Reisegruppe sich vegetarisch ernähren, haben wir nur eine saure Gurke genascht. Wir genossen den Blick auf das Wasser und die Berge, ehe wir uns bald mit der S-Bahn auf den Weg nach Hause machten.

Tagestour 2: Mit der Kirnitzschtalbahn zum Lichtenhainer Wasserfall

Abstieg vom Kuhstall in der Sächsischen Schweiz
Abstieg vom Kuhstall in der Sächsischen Schweiz

Am zweiten Tag stiegen wir den schon erwähnten Dorfbachklamm hinunter und ein schmaler Waldweg führte uns zur Kirnitzschtalbahn. Das ist eine Straßenbahn, die seit 1898 durch das Kirnitzschtal bis zum Lichtenhainer Wasserfall fährt. Die Bahn war ziemlich charmant, der Wasserfall hingegen sehr enttäuschend: überfüllt, unscheinbar und zu sehr aufgebauscht.

Wir entschlossen uns schnell weiter zu ziehen und machten uns auf den Weg zum Kuhstall, einem sehr beeindruckenden Felsenfenster auf dem Neuen Wildenstein (337 m). Der Weg dort hinauf war nicht so entspannt wie am ersten Tag und fast schon als voll zu bezeichnen, aber auf dem Felsen selber wurden wir mit einem schönen Ausblick und leckerem Federweißer belohnt.

Der Abstieg war hier schöner als der Aufstieg, ein schmaler Weg durch die Felsen hindurch, teilweise sehr eng und für uns Stadtmenschen und -hund sehr abenteuerlich. Auch waren hier weniger Menschen unterwegs, was aber vielleicht an der späteren Stunde lag. Von Beuthen aus fuhren wir der Kirnitzschtalbahn wieder bis zu unserem Ausgangspunkt und kletterten den Dorfbachklamm wieder hinauf – sehr viel langsamer als noch am Vormittag!

Tagestour 3: Panoramaweg und Schifffahrt nach Hřensko (CZ)

Am letzten Tag beschlossen wir unsere nähere Umgebung etwas zu erkunden. Wir liefen über den Panoramaweg hinunter nach Bad Schandau. Dadurch dass Sonntag war, waren leider nicht mehr so viele Läden und Lokalitäten geöffnet. Uns blieb dadurch der frisch gebackene Kuchen verwehrt, den wir eigentlich erbeuten wollten.

Spontan haben wir uns dafür für eine Schifffahrt nach Hřensko auf der Elbe entschieden. Es war zwar etwas frisch, aber hat sich dennoch gelohnt. Ganz entspannt und diesmal ohne Anstrengung genossen wir die Aussicht auf kleine Städte und Dörfer, die Berge – mal mystisch rau, mal ganz sanft, immer wunderschön.

Mit Hund in der Sächsischen Schweiz

Angefangen von der Bahnfahrt, bei der Milo von unseren Abteilnachbarn geknuddelt wurde, über die Touristeninfo, die bei Tourentipps immer Rücksicht nahm auf unseren Vierbeiner, und die Rathener Destillerie, die Milo gleich einen Trinknapf zur Verfügung stellte, bis zu Bus-, -Kirnitzschtalbahn- und Taxifahrern: alle waren überaus freundlich und wohl gesonnen. Nicht einmal fühlten wir uns unwillkommen, danke dafür!

Anfahrt

Mit dem EC von Berlin direkt nach Bad Schandau: Mit Platzreservierung im Abteil eine sehr entspannte Reise mit Hund. Nach Altendorf geht es dann weiter mit dem Bus, der allerdings nicht allzu oft fährt – Fahrplan checken und Taxinummer vormerken. 😉

Nicht vergessen!

Für Milo: Kekse, Decken, Näpfe und noch mehr Kekse. Oh, und auch wichtig: Spielzeug!
Für die Menschen: Wasser, Snacks und der leckere Likör aus dem Armenhaus: Armer Schlucker

Mehr zu den Abenteuern von Milo findet ihr auf Facebook. 🙂

vor 2 Jahren